19.7.2020Abstecher nach Fécamp

Ruhetag in Yport. Geplant war je ein Fahrrad-Ausflug nach Fécamp und Etretat. Aber da alles viel gebirgiger ist als wir uns dieses vorgestellt haben, wurde daraus nichts. Auch dauerte es bis sich die Sonne zumindest etwas zeigte. Also sind wir verspätet mit dem Wohnmobil die 7 km nach Fécamp gefahren. Im großen Hafengelände haben wir auch sofort einen speziellen, sogar kostenlosen Womo-Parkplatz gefunden. Nach einem Besuch des Leuchtturms sind wir den steilen Weg auf die Klippen gewandert. Von dort hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf die farbenfrohen Kreidefelsen. Dort waren auch noch die Original Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg erhalten.    


 Faszinierend ist auch das Palais Benedictine, welches eine Likör-Fabrik beheimatet. Aufgrund der langen Besucher-Schlange haben wir uns gegen eine Besichtigung entschieden, zumal man aufgrund der Corona-Krise nur das Museum und natürlich den Shop besichtigen konnte.     


 Abends wurde das Wetter etwas frischer, sodass Anette es vorgezogen hat, im Womo auf dem Campingplatz in Yport zu bleiben. Ich habe mich dagegen mit dem Fahrrad nach Etretat getraut. Es waren zwar einige Steigungen dabei, diese waren aber nichts gegen die auf Teneriffa - also kein Problem. Die Gegend ist hier stark von der Landwirtschaft geprägt. Gerade war die Flachsernte im vollen Gange. Der erste Eindruck bestätigte, dass Etretat ein superschöner Ort ist. Aber den werden wir uns morgen gemeinsam noch genauer ansehen. Hoffentlich scheint die Sonne, denn dann sehen die Kreidefelsen am besten aus. 

18.7.2020

Zur Opal- und Alabaster-Küste

Die heutige Etappe durch die Normandie führte uns zunächst an die Opalküste in den schönen Küstenort Stella-Plage. Dort haben Anettes Schwester Brigitte und ihr Mann Jean-Claude seit über 20 Jahren ein Ferienhaus auf einem großzügigen Grundstück. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt, sie zu besuchen. In früheren Jahren war es dort sehr ruhig. Jetzt entwickelt sich der Ort aber immer mehr zu einem Ferienort. Auch hier ist der Strand so riesig groß, dass niemand jemand anderen in die Quere kommt. Die Gäste sind überwiegend in Ferienhäusern untergebracht. Große Hotelkomplexe sucht man hier vergebens. Auch ist der Kommerz hier noch nicht eingezogen. 

Nachmittags ging es weiter zu unserem Etappenziel an die Alabasterküste, nämlich nach Yport. Hier ist alles noch sehr urtümlich, aber geschmackvoll. Prägend sind die weißen bis gelblich/ocker schimmernden Kreidefelsen von beeindruckender Größe. Aber auch Muschelbänke zeigen sich in vielfältigen Formen und Farben. Die riesigen Sandstrände, die wir an den anderen Orten bewundern durften, sucht man hier vergebens. Der Kieselstrand ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Zahlreiche Fischerbote zeigen die Ursprünge des Ortes. Bekannt ist der Ort auch durch sein Casino.  

17.7.2020

Über Gent nach Dünkirchen

Kurzfristig haben wir uns auf der heutigen Etappe zu einem Zwischenstopp in der belgischen Stadt Gent entschlossen. Und das war ein wahrer Glücksgriff mit tollen Eindrücken, die wir nicht erwartet hatten. Unzählige Grachten mit kleinen Ausflugsbooten durchziehen die Stadt. Überrascht waren wir von der Größe der historischen Innenstadt mit ihren superschönen alten Gebäuden, eines schöner als das andere und alle in einem unterschiedlichen Baustil. Riesig ist auch das Angebot an Geschäften und Gastronomie.  

Unser erstes Etappenziel in Frankreich lautete heute Dünkirchen. Der Strand an der Nordseeküste ist wirklich sehr groß. Da gibt es keine Abstandsprobleme, dies schon eher an der Strandpromenade, die stellenweise recht belebt war. In das Stadtzentrum haben wir es leider nicht mehr geschafft.  

16.7.2020

Start der Tour de France

Nach langer Planung und einer monatelangen Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie, ob unsere Frankreich-Rundreise überhaupt durchgeführt werden kann, sind wir heute mit unserem neuen Wohnmobil zur ersten Etappe gestartet. Diese führte uns in das niederländische Gorinchem an der Rheinmündung in die Nordsee.  


 Gorinchem ist eine alte Festungsstadt, dessen Stadtmauer nahezu noch vollständig erhalten ist. Die wunderschönen Kanäle und Gässchen sind wirklich sehenswert und laden zu einem Bummel bzw. einer Wanderung ein. Man kann sehr gut erahnen, wie hier das Leben pulsierte, als Corona noch nicht sein Unwesen trieb. Heute war es doch sehr ruhig hier.