3.8.2020
Mit dem E-Bike durch die Verdon-Schlucht
Weiter ging es heute hoch in das kleine Bergdorf La Palud-Sur-Verdon am Rande der Verdon-Schlucht, Europas größten Canyon. Von dort aus starteten wir mit geliehenen E-Bikes zu einer 24 km langen Tour am Rande des Canyons. An zahlreichen View-Points hatten wir wunderbare Ausblicke auf den Canyon. Auch wenn die Ausmaße nicht ansatzweise an den amerikanischen Grand Canyon herankommen, war die Tour sehr eindrucksvoll. Das gilt auch für die anschließende Tour mit dem Wohnmobil, als es einige sehr enge Stellen an der Passstraße zu bezwingen galt, natürlich wieder alles ohne irgendwelche Leitplanken oder andere Absicherungen. Aber wir haben es gepackt und sind sicher in Grimaud in der Nähe von Saint-Tropez angekommen.
2.8.2020
Ruhetag in Riez
Vor der morgigen großen Bergetappe haben wir heute einen Ruhetag in Riez eingelegt. Dieses nette Dorf liegt ganz der in der Nähe unseres Campingplatzes. So haben wir den heutigen Morgen zu einer kurzen Stippvisite genutzt. Zu unserer Überraschung fand dort heute ein Dorffest statt, bei dem wir auch ein Foto von zwei gut erhaltenen 57-ern erhaschen konnten. Was wir nicht wussten, Riez ist die älteste römische Siedlung Frankreichs. Davon sind aber nur noch einige Säulen aus dem ersten Jahrhundert zu sehen.
Damit es nicht zu ruhig wurde, haben wir uns nachmittags zu einem sehr schönen Dorf aufgemacht. Wie auch schon andere besuchte Dörfer liegt Mourstiers-Sainte-Marie an einem Berghang und erforderte einen anstrengenden Fußmarsch, wieder bei sehr hohen Temperaturen.
Abschließend sind wir zu dem traumhaften See Lac de Sainte-Croix mit herrlichem, türkisblauen Wasser gefahren.
1.8.2020
Provenzialisches Colorado
Am heutigen Morgen haben wir uns zunächst zu einem Fußmarsch zum beschaulichen Bergdorf Gordes aufgemacht. Auffällig war hier, dass dieser Ort noch nicht so stark mit Souvenir-Geschäften übersäht war, wie frühere Orte, die wir auf unserer Frankreich-Rundfahrt besucht hatten.
Weiter ging es über eine sehr kurvenreiche, enge Strecke ohne Seitenplanken entlang von imposanten Lavendelfeldern ins "provenzialische Colorado", eines der schönsten Sehenswürdigkeiten der Provence. Die durch Ocker-Abbau und Erosion entstandene Naturschönheit erscheint je nach Sonneneinstrahlung in unterschiedlichen Rot-, Gelb- und Orangetönen. Leider konnten wir aufgrund der zweithöchsten Feuerwarnstufe nur einen Teil dieses einzigartigen Schauspiels besuchen. Aber bei 39°C waren wir über die Abkürzung auch nicht wirklich traurig.
31.7.2020
Sur le pont d'Avignon
Die dem berühmten französischen Chanson zugrunde liegende Brücke aus dem 12. Jahrhundert wurde heute Morgen von uns besucht. Für den Papstpalast, in dem verschiedene Päpste im 14. und 15. Jahrhundert regiert haben, waren die Tickets für den heutigem Morgen bereits vergriffen. Aber auch sonst war die Stadt sehr eindrucksvoll.
Weiter ging es zur weltbekannten Pont du Gard, die sich in der Nähe von Avignon befindet. Diese zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt. Der Fluss Gardon ist bei Freizeitsportlern sehr beliebt.
Die Kleinstadt L'Isle-sur-la-Sorgue ist ein kleines grünes Paradies mit vielen Seitenarmen der Sorgue, in der sich noch alte Schaufelräder drehen. In der Altstadt sind Gässchen und Kanäle ineinander verflochten. Diese laden zu einem abwechslungsreichen und sehenswerten Bummel ein. Die Geschäfte sind stilvoll eingerichtet. Überall finden sich unzählige Galerien mit Kunst und Antiquitäten, in einer Vielfalt und Menge, wie wir sowas noch nie gesehen haben.
30.7.2020
Mit 3 Boxenstopps zur Provence
Das war heute mit knapp 100 km unsere kürzeste Etappe unserer bisherigen Reise und dennoch haben wir drei Boxenstopps eingelegt: Zunächst durften wir in einem geschützten Reservat eine Vielzahl von Flamingos bewundern.
Der nächste Halt war in Arles, wo der Maler Vincent von Gogh seine produktivste Schaffensphase hatte. Die römischen Ursprünge dieser Stadt waren unübersehbar wie beispielsweise das Amphitheater.
Der dritte Stopp erfolgte in Les Baux-de-Provence, einem uralten Dorf mit herrlichen Gassen und einem Hochplateau mit eindrucksvollen Burgresten und einer herrlichen Aussicht. In diesem Freilichtmuseum waren auch alte Kriegswaffen wie Katapulte, Rammböcke usw. zu bewundern. Mit 37°C war der Besuch aber eine anspruchsvolle Aufgabe. Und es soll in der nächsten Tagen noch wärmer werden.
29.7.2020
Das Chaos de Montpellier-le-Vieux
Knapp 18 km von Millau befindet sich das Chaos de Montpellier-le-Vieux. Dabei ist die Auffahrt über eine schmale, kurvige Wegstrecke mit dem Wohnmobil recht anspruchsvoll und runter ging es den gleichen Weg. Oben erwartete uns ein sehr ansprechendes Felslabyrinth und fantastische Ausblicke in den Canyon. Die etwa 2,5-stündige Wanderung auf gekennzeichneten Wegen war sehr kurzweilig.
Weiter ging es dann in Richtung Mittelmeer, vorbei an der Stadt Montpellier, mitten durch eine Seen-Landschaft entlang des Mittelmeeres und es dauerte dann auch nicht lange, bis wir die typischen Tiere der Camargue zu Gesicht bekamen: Flamingos, weiße Pferde und schwarze Stiere. Dazu herrliche Sumpf-Landschaften und immer wieder große Wein-Plantagen. Der Badeort Saintes Maries-de-la-Mer verfügt über weitläufige, nicht überlaufene Badestrände und ein schönes Ortszentrum mit unzähligen Boutiquen und gastronomischen Angeboten.
28.7.2020
Ein Tag in Millau
Eigentlich wollten wir heute das Chaos de Montpellier-le-Vieux besuchen, aber wir mussten dann feststellen, dass die max. Anzahl von Besuchererlaubnissen bereits überschritten war. Also haben wir dies für Morgen gebucht und machen uns jetzt einen schönen, entspannten Tag in Millau.
Dieser Ort ist ebenfalls sehr reizvoll und bietet für Urlauber ein breites Angebot an sportlicher Betätigung, z.B. Wandern, Bergklettern, Mountainbike, Kajak, Kanu, Bunjee Jumping und vieles mehr. Hauptattraktion ist allerdings die "Viaduc de Millau", mit 2.460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und bei einer maximalen Höhe der insgesamt 7 Pfeilern von 343 m das höchste Bauwerk Frankreichs.
27.7.2020
Mit dem Boot unter Tage
Gouffre de Padirac ist eine riesige Höhle und war unser erstes heutiges Ziel. In einer 1 1/2-stündigen Audio-Führung konnten wir eine eindrucksvolle Höhle besichtigen, wie wir sie vorher noch nie gesehen haben. Die einzelnen Säle waren bis zu 90 m hoch und beeindruckten durch märchenhafte Formen und Farben. Eindrücke, die man auf Fotos gar nicht wieder geben kann. Zunächst stiegen wir über Treppen bis auf etwas 100 m Tiefe hinab. Nach einiger Zeit kamen wir zu einem unterirdischen Fluss-System. Mit kleinen Booten wurden wir zur nächsten Station gebracht und das 100 m unter der Erdoberfläche. Leider war es untersagt, hier Fotos zu machen. Einen noch tieferen Eindruck hinterließen verschiedene Säle, die wir über unzählige Stufen erreichten.
Endziel des heutigen Tages ist die Kleinstadt Millau im Südwesten Frankreichs, eine sehr sympathische Stadt mit sehr vielen Boutiquen und Geschäften, viel mehr als man dies in einer Stadt mit 22.000 Einwohner vermuten sollte. Unser Campingplatz liegt am schönen Fluss Le Tarn.
26.7.2020
Rocamadour mit 3 Ebenen
Die Fahrt zum heutigen Endpunkt Rocamadour war deutlich gebirgiger als die bisherige Wegstrecke, zumal wir ausschließlich Landstraßen genommen haben, die uns aber eine wunderschöne Landschaft geboten haben. Doch zunächst haben wir die Höhle von Lascaux besucht. In einem Besucherzentrum wurde die Original-Höhle 1:1 nachgebaut, die diese vor dem Verfall schützen soll. In der Höhle gab es unzählige Wandmalereien zu bestaunen, die im Original 20.000 Jahre alt sind. Auch die Entstehung des Nachbaues wurde in einer speziellen Ausstellung genau erläutert.
Rocamadour ist an einem Felshang entstanden und besteht aus drei Ebenen: einem alten Dorf mit einer Vielzahl von Boutiquen und Souvenir-Geschäften, die heilige Stadt mit 7 Gotteshäusern und oben eine Burganlage. Von hier aus gibt es auch herrliche Aussichten in den Canyon.
25.7.2020
Das Massaker von Oradour
Die heutige Tour führte uns überwiegend auf der Landstraße durch wunderschöne Landschaften (eigentlich wie bislang die ganze Tour). Dabei fielen vor allen Dingen zahlreiche Sonnenblumenfelder auf. Einen Zwischenstopp haben wir in Oradour-sur-Glane eingelegt. Dort befindet sich ein Gedenkzentrum, welches an das Massaker von Oradour erinnert.
Am 10. Juni 1944 hat die Waffen-SS den Ort vollständig ausgelöscht. Insgesamt 642 Einwohner sind dem Massaker erlegen, lediglich 36 überlebten es. Zum Andenken hieran wurde der Ort unverändert belassen und zu einer viel besuchten Gedenkstätte erkoren. Unser Etappenziel befindet sich heute in Aixe-sur-Vienna an dem schönen Fluss Vienna, unweit von Oradour-sur-Glane.
24.7.2020
Atemberaubendes in Puy du Fou
Unser heutiges Ziel war der historische Themenpark Puy du Fou. Mit 2 Millionen Besuchern im Jahr ist dieser Park eines der bestbesuchten Ziele in Frankreich. Wer aber einen Freizeitpark mit Achterbahnen und Wasserrutschen erwartet, hat sich völlig getäuscht. In zahlreichen Shows und Einrichtungen wird die französische Geschichte eindrucks- und effektvoll nachgestellt. Leider waren wir etwas spät angereist, sodass wir bei weitem nicht alles miterleben konnten.
Dafür wurden wir aber von einer gigantischen Abendveranstaltung entschädigt. Auf einer riesigen 23 Hektar großen Außenbühne mit 14.000 Zuschauern wird von rund 2.400 Akteuren und Hunderten von Pferden, Stieren, Schafen und anderen Haustieren die Geschichte der letzten 700 Jahren in dieser Region nachgestellt. Man muss diese Veranstaltung einfach live gesehen haben, den gewaltigen Sound, die Synchronität der Darsteller auf der riesigen Bühne, die ständig wechselnden Bühnenbilder und Szenen, die unzähligen Spezialeffekte wie Licht, Laser, 3D-Lichtreflektionen, der Einsatz von Drohnen und Wasserspielen mit 142 Fontänen. Das war wohl die beste Show, die wir jemals gesehen haben, welche gegen Mitternacht mit einem gigantischen Feuerwerk endete.
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23.7.2020
Entspannung in Carnac
Heute haben wir nicht viel unternommen, morgens lediglich eine Wanderung durch die restlichen Steinreihen und der schönen Landschaft. Abends gab es wie an jedem Donnerstag einen Abendmarkt, überwiegend mit bretonischem Kunsthandwerk. Übrigens: die Leute sind alle sehr nett und freundlich. Vorbehalte Deutschen gegenüber haben wir bislang nicht vernehmen können.
22.7.2020
Carnac in der Bretagne
Die nächsten 3 Nächte werden wir an der Atlantikküste verbringen und zwar in der kleinen Stadt Carnac in der Bretagne. Wir haben keinen speziellen Besichtigungsplan, sondern wollen uns einfach mal von der vielen Fahrerei entspannen und lassen uns von der Gegend überraschen, was sie wirklich getan hat. Beim ersten Küstenbesuch erwartete uns Ebbe, die aber riesige Austernbänke freigelegt hatte. Wir konnten beim "Ernten" zusehen. Eine zweite Fahrradtour führte uns in das alte Dorf St. Colomban, in dem die Häuser ausschließlich aus Granitsteinen gebaut wurden. Weiter ging es an vielen, schönen Badestränden vorbei sowie an einem großen Hafen mit unzähligen Segelboten. Die Landschaft ist sehr schön und abwechslungsreich.
Unser Campingplatz befindet sich mitten in einem Megalith-Feld mit riesigen Steinreihen von bis zu 6 Metern Höhe. Es gibt hier drei solcher Felder mit jeweils mehr als 1.000 solcher Megalithen, die vor über 6.500 Jahren immer systematisch in mehreren Reihen aufgestellt wurden.
21.7.2020
Le Mont Saint Michel
Es hat sich ausgezahlt, sich schon früh auf den Fußweg zu einem der meistbesuchten französischen Sehenswürdigkeiten, der Klosterinsel Le Mon Saint Michel aufzumachen, denn so konnten wir den Besuchermassen aus dem Weg gehen. In den verwinkelten und schmalen Gassen gab es viel zu sehen. Für den Besuch der Abbay waren wir aber zu früh. Schon auf dem Rückweg kamen uns deutlich mehr Besucher entgegen, was sich aber noch steigern sollte. Auf jeden Fall herrscht überall Maskenpflicht. Gegen Mittag haben wir die Normandie verlassen und uns auf den Weg in die Bretagne gemacht.
20.7.2020
Die Steilküsten von Etretat
Die Kreide-Steilküsten von Etretat sind die vielfältigsten an der Alabaster-Küste. Das schöne Sommerwetter machte unseren Spaziergang zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zunächst ging es unzählige Stufen hoch auf das Plateau mit der Chapelle Notre Dame de la Garde, zu den Gärten von Etretat und atemberaubende Ausblicke auf die Kreidefelsen. Am Fuße dieser Steilküste liegt die Kleinstadt Etretat mit eindrucksvollen sehr alten Gebäude und einem schönen Kieselstrand. Abschließend ging es auf der gegenüberliegenden Seite zu weiteren Kreidefelsen. Je später es wurde, desto stärker wurden die Wanderwege frequentiert. Wir können sicher froh sein, schon früh gestartet zu sein.
Weiter ging es dann auf der nächsten Etappe zur einzigartigen Felseninsel Le Mont St. Michel, die wir gleich morgen früh besichtigen wollen. Wir hoffen damit, dem dichten Gedränge aus dem Weg gehen zu können.